Das Wappen von Fahr am Rhein          Das Wappen von Gönnersdorf          Das Wappen von Hüllenberg          Das Wappen von Rockenfeld          Das Wappen von Wollendorf         

"theodor moskopf - Carl Kuehne KG: mehr als 160 jahre wurde in fahr am rhein - saures produziert."

Moskopf & Kühne in Fahr am Rhein

Mehr als 160 Jahre wurde in der Fahrer Senf- und Weinessigfabrik Saures produziert. Oberhalb der historischen Denkmalzone des ehemals eigenständigen Dorfes Fahr am Rhein (heute: Neuwied-Feldkirchen, Ortsteil Fahr) stehen immer noch die Fabrikgebäude aus dem 19. Jahrhundert. Eigentümer ist die Carl Kühne KG (GmbH & Co.) Kühnehöfe 11, 22761 Hamburg.

Moskopf-Kühne Fabrikgelände von Westen
Moskopf-Kühne Fabrikgelände von Westen (rechts: Der historische Ortsteil von Fahr)

 

Moskopf - Kühne Fabrikgelände von Nord-Osten
Moskopf-Kühne Fabrikgelände von Nord-Osten (links: Der historische Ortsteil von Fahr)

Nicht nur der Unternehmensgründer Theodor Moskopf, sondern auch Carl Conrad Josef Moskopf und Theodor Amand Carl August Moskopf waren nicht nur visionäre Fabrikanten und Kaufleute, sondern ebenso hochgeachtete Mitbürger von Fahr. Aktiv nahmen Sie am Gemeindeleben teil und förderten die Entwicklung von Fahr durch Spenden und Mitarbeit im Gemeinderats.

1836   Ankauf einer Wassermühle im oberen Ortsteil von Fahr am Rhein durch Theodor Moskopf (* 15.01.1808 in Gladbach - † 04.05.1899 in Fahr) Er gründete sein Unternehmen unter dem Namen:
    Rheinische Senf- und Weinessig Fabrik TH. MOSKOPF FAHR (Rheinland)
     
1861   Carl Conrad Josef Moskopf (* 17.08.1839 in Fahr) übernimmt als ältester Sohn des Gründers, die Unternehmensleitung.
     
1876   Der Unternehmensgründer Theodor Moskopf scheidet aus Altersgründen aus.
     
  1891 Carl Conrad Josef Moskopf setzte sich aktiv dafür ein, dass der Ort Fahr einen eigenen Bahnhof erhält. Hierdurch wurde die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert und die Vertriebsaktivitäten konnten ausgebaut werden.
     
  1905 Theodor Amand Carl August Moskopf ist zu diesem Zeitpunkt Mitglied im Gemeinderat Fahr
     
  1911 Der Bahnhof "Fahr" wird umbenannt in "Fahr-Irlich"
     
1911   1836 - 1911: Moskopf feiert sein 75-jähriges Firmenjubiläum und publiziert eine Imagebroschüre
    Carl Conrad Josef Moskopf leitet mit seinem Sohne und Mitinhaber Theodor Amand Carl August Moskopf (* 19.12.1869 in Fahr - † 1950 in Fahr), dem Enkel des Begründers, nachdem letzter im Jahre 1876 ausgetreten und dessen beiden anderen Söhne Carl Victor Theodor Moskopf (* 13.01.1848 in Fahr - † 29.01.1888 in Fahr) von 1869-1888 und Carl Walther Theodor Moskopf (* 11.09.1850 in Fahr) von 1878-1905, am Werke mitgearbeitet hatten.
     
  1920 Der Fabrikant Theodor Amand Carl August Moskopf unterstützt den Wasserfond der Gemeinde Fahr mit einer großzügigen Spende in Höhe von 5.000,-- Mark. Für ein mögliches Defizit in der Gemeindekasse stellte er weitere 2.000,-- Mark zur Verfügung. Diese sollten, sofern nicht benötigt, dann ebenfalls für den Wasserleitungsfond Verwendung finden.
     
1948   Die Hamburger Carl Kühne KG übernimmt den Fahrer Betrieb und führt das Unternehmen weiter unter dem Namen: Rheinische Senf- und Weinessig-Fabrik GmbH vormals Theodor Moskopf
     
    Die Produktion von Malzessig wird eingestellt. Undichte Zisternen wichen neuen Lagerräumen, eine Expeditionsrampe wurde gebaut, und die Senfproduktion bekam eine moderne Abfüllanlage. Zudem erwies sich, dass in den kühlen Kellern Champignons ausgezeichnet gedeihen; aus ersten Versuchen wuchs eine regelrechte Zucht.
     
1955   Die Carl Kühne KG übernimmt eine weitere Firma Moskopf im Stadtteil Gladbach, nachdem deren Inhaber Heinz Moskopf gestorben war.
     
    Die beiden Unternehmen in Fahr und Gladbach bildeten zusammen mit weiteren kleineren Unternehmen aus Aschaffenburg, Heidelberg und Frankfurt am Main die "Kühne Vertriebsregion Neuwied", für die im Fahrer Werk zunächst ein reiches Sortiment produziert wurde. Später war dann "alles Essig"; Ende der 90er Jahre wurden noch Obst- und Apfelessig und die Marke "Vitasur" produziert.
     
    Aber die Konzentration ging weiter um am Markt Wettbewerbsfähig zu bleiben
     
    Die Essigproduktion ballt sich nun in drei großen Werken – Hagenow/Mecklenburg, Straelen/NRW und Schweinfurth/Bayern
     
1998   Das "Aus" für die kleine Traditionsfabrik in Fahr am Rhein.
     
    Die ehemaligen Fabrikations- und Bürogebäude werden nicht mehr genutzt und stehen zum Verkauf.
Fensterschmuck am Moskopf Verwaltungsgebäude
Fensterschmuck über dem Mittelfenster des ehemaligen Bürogebäudes

 

Blick auf das ehemalige Moskopf Verwaltungsgebäude
Roter Backsteinbau: Oberer Teil - die ehemaligen Büros

Moskopf Produktwerbung

Noch heute finden sich auf Internetseiten wie zum Beispiel: www.ebay.de und www.ebay.com Reklamemarken, sowie Abbildungen von Moskopf-Senfgläsern und sogar Moskopf-Korrespondenz (Briefbögen) aus 1917 mit der Original Unterschrift des Firmeninhabers, die für Sammler angeboten werden!

 
Moskopf Produkte
 
     
 
Moskopf Reklamemarke
 

Moskopf Familien-Chronik

Unter dem Folgenden Link findet sich als pdf-Datei (55 KB) ein Auszug aus der Moskopf Familien-Chronik: Nachkommen von Theodor Moskopf (* 15.01.1808 in Gladbach - † 04.05.1899 in Fahr)

Mehrere Mitglieder der "Moskopf" Gründerfamilie fanden ihre letzte Ruhe in einer Erbbegräbnisstätte auf dem alten Teil des Friedhofes von Feldkirchen im Ortsteil Neuwied-Feldkirchen (Wollendorf).

Moskopf Grabstätte Friedhof Feldkirchen Erbbegräbnisstätte der Familie Moskopf

auf dem alten Teil des Friedhofes von Neuwied-Feldkirchen Moskopf Grabstätte Friedhof Feldkirchen

 

Stand: 28. Dezember 2010